Am Donnerstag war dann primär der Besuch des Palastes - oder besser gesagt des inneren Palastgartens, welcher nicht allgemein zugänglich ist - angesagt. Da ich mit dem Bloggen schon recht im Verzug bin, guckt ihr euch am besten die Fotos im letzten Eintrag "Fotos aus Tokio 5" an und ich beschränke mich hier auf das Wesentliche und auf Dinge, die man nicht unbedingt auf den Fotos sieht. Wir konnten leider das Permit vorgängig nicht ausdrucken, da der Drucker im Hotel "defekt" war, ich nehme aber eher an, dass irgendein DAU (= Dümmster Anzunehmender User) was verbastelt hatte. Auf jeden Fall sind wir mit der U-Bahn in den Stadtteil Chuo-Ku gefahren, wo sich hauptsächlich der Palast und aussenrum Business-Hochhäuser befinden. Zum Glück reichte dann die Kenntnis der Permit Number und das Vorweisen unserer Pässe, um Einlass beim Palast-Tor zu erhalten. Da haben wir ja nochmal Glück gehabt *hehe* Vor der Besichtigung wurden dann noch an Nicht-Japanisch-Sprechende Besucher jeweils ein Audio-Führer ausgeteilt, man konnte im Souvenir-Shop allerlei Krimskrams mit dem kaiserlichen Symbol erwerben und erhielt über ein Video einen Überblick darüber, was man alles besichtigen wird.
Die Besichtigung hat sich echt gelohnt, ich war besonders von der Ruhe und der Grosszügigkeit des Gartens beeindruckt, man hätte glatt vergessen können, dass man sich inmitten einer Mega-Grossstadt befindet. Doof war, dass mein Audio-Führer nach 5 Minuten den Geist aufgab, dafür hatte ich halt mehr Zeit um Fotos zu schiessen. Amüsant war, dass der Guide (mit weissen Handschuhen und Megafon) laut Mario immer wieder alle darauf hinwies, dass man doch bitte in Zweier-Kolonnen gehen soll und für Fotos nicht stehen bleiben soll, ausser es handelt sich um einen offiziellen Stop. Also so in etwa wie früher im Kindergarten bei irgendwelchen Ausflügen. Da praktisch alle Besucher erwachsen waren, hat sich natürlich keiner daran gehalten und dies wurde - für mich irgendwie japan-typisch - auch akzeptiert; insbesondere wir Ausländer wissen halt einfach nicht, wie das mit der Ordnung und der Effizienz richtig funktioniert.
Sehr besorgt war der Guide auch jedes Mal, wenn irgendwo ein Auto durchfahren wollte, schliesslich soll uns ehrenwerten Gästen ja auch unter keinen Umständen etwas passieren. Wir sollten dann immer stehen bleiben, damit uns das Auto auch ja nicht aus Versehen überfährt. Wie das bei einer über-breiten Strasse und aus 5 Metern Distanz passieren soll, ist mir zwar nicht klar, aber es dient im Endeffekt ja nur der Sicherheit *lol* Wo ich grad beim Thema bin, wir wurden weder durchsucht noch ge-metall-detektort noch sonst irgendwas in der Richtung. Ob das im weissen Haus in den USA wohl auch so locker zugeht? ;) Ab und zu sah man während der Besichtigung zwar ein paar wenige Sicherheitsbeamten (mit Schlagstock und Funkgerät) oder ein Auto mit zwei Sicherheitsbeamten, aber dies war alles völlig unaufdringlich und lief komplett im Hintergrund ab. Falls wir noch von weiteren Sicherheitsleuten überwacht wurden, waren die wohl extremst gut getarnt. Hut ab, so macht das wirklich Spass
Lustig bis fast schon schräg fand ich auch noch, dass wir zwei Gruppen von Gärtnern - eventuell warens auch Freiwillige, die es toll finden, ihrem Kaiser einen Dienst erweisen zu dürfen, die meisten waren auf jeden Fall schon im Pensions-Alter - gesehen haben. Jetzt kommt der Knüller an der Sache: Die sind doch echt im braunen, halb vertrockneten Rasen gekniet, haben jeden Gras-Halm einzeln inspiziert und die zu langen Halme mit einer Pinzette ausgezupft. Und nein, das ist jetzt echt kein Witz!
Nachdem die Besichtigung zu Ende war - im Übrigen konnte man einfach rausspazieren, es gab keine sichtbare Ausgangs-Kontrolle oder -Zählung - gingen wir zur Tokio Main Station, um dort beim Post Office mal abzuchecken, wie ich den ganzen gekauften Kram am Besten in die Schweiz kriege. Als wir nach einigem Suchen und Rumlatschen das Post Office endlich gefunden hatten, hingen dort leider nur Schilder, die auf Japanisch (und eben nur auf Japanisch) darauf hinwiesen, dass sich das Post Office im Umbau befindet und man sich für seine Angelegenheiten doch an eine der in der Karte eingezeichneten Post-Stellen wenden soll. Für Ausländer ohne Übersetzer ist das natürlich ideal, insbesondere, weil man dann auch nicht weiss, ob man jetzt zu einer Rot, Orange oder Grün eingezeichneten Post-Stelle gehen soll. Zum Glück war Mario dabei, sonst wär die Odysee wohl noch einiges länger gegangen. Also sind wir zur eingezeichneten Post-Stelle gegangen, welche wir nach 1x um den ganzen Block laufen dann auch gefunden haben. Schnell nachgefragt, was wir an Labels, Formularen, etc. brauchen und uns dann zwei Adress-Labels geschnappt; das Paket bringen wir dann morgen vorbei. Das ganze Post-Rumgelatsche hat uns in Zwischenzeit natürlich durstig gemacht und leider mussten wir dann nochmals etwas rumsuchen um ein Café zu finden, in dem man rauchen darf. Im Untergeschoss eines Bürogebäudes fanden wir dann zum Glück ein French-Style-Bistro, das mit "Smokers Welcome" warb.
Wir sind danach zurück ins Hotel und nachdem wir uns frisch gemacht hatten, wollten wir diesen kaiserlichen Tag natürlich mit einem kaiserlichen Nachtessen ausklingen lassen. Dank einem Blog Post hatte ich vorgängig die Adresse eines Restaurants namens ins Steak House Satou ausfindig gemacht, wo man zu nicht absolut horrenden Preisen echtes Matsusaka Beef essen kann. Also gings mit der JR Chuo Line (Richtung Takao) ab nach Kichijoji, dort dann den North Exit nehmen und dann am Bahnhofplatz die zweite Strasse (ist eher eine Einkaufs-Passage) linkerhand, bis wir beim Steak House Satou angelangt sind. Hier hats auch noch eine passende Karte dazu, das Fadenkreuz in der Mitte ist das Steak House Satou. Und ja, aus meiner Sicht MUSS man unbedingt dort essen gehen, wenn man in Tokio ist!
Wer sich jetzt fragt, was Matsusaka Beef ist und wieso das so etwas Spezielles ist, der soll sich mal den dazugehörigen Englischen Wikipedia-Artikel: Matsusaka Beef anschauen. Hier die Kurz-Fassung in Deutsch: "Matsusaka Rindfleisch stammt von jungfräulichen, weiblichen Kühen, welche in der Präfektur Hyogo geboren wurden. Die Kühe werden in der stillen, ruhigen Umgebung von Matsusaka aufgezogen. Es werden dort nur weibliche Kühe aufgezogen, welche reichlich Futter, darunter Sojakuchen und gemahlener Weizen, erhalten. Wenn sie keinen Appetit haben, erhalten sie Bier, um das Essverhalten anzuregen; auch erhalten sie regelmässige Massagen, nachdem sie vorher mit Shochu (japanischer Schnaps) eingesprayt worden sind und man geht jeden Nachmittag mit ihnen spazieren. Ruhige Musik wird ihnen vorgespielt, um sie zu beruhigen und um besseres Fleisch zu produzieren." Der Deutsche Wikipedia-Artikel: Kobe-Rind enthält auch noch weitere Informationen. Matsusaka Beef und Kobe Beef sind von der Aufzucht her praktisch gleich, nur ist das Matsusaka Beef weltweit nicht so bekannt, dafür bei den Japanern angeblich beliebter.
Das Steak House selbst ist im 1. Stock, im Erdgeschoss befindet sich die Metzgerei. Das Restaurant selbst erreicht man über eine extrem steile und schmale Treppe neben der Metzgerei und es hat dort nur ca. 15-20 Sitzplätze, dafür kann man den Köchen dann auch gleich bei der Arbeit zusehen. Laut anderen Berichten, kann es übrigens durchaus passieren, dass man eine halbe Stunde oder noch länger anstehen muss, um einen Sitzplatz zu bekommen, Reservierungen weren (IMO zum Glück) nicht angenommen. Wir waren aber recht früh dran und mussten deshalb auch nicht anstehen. Auf der Karte hat es nur eine Speise - Matsusaka Beef - und man darf dann einfach noch wählen, welchen Teil der Kuh und wieviel Gramm man verzehren möchte, wir haben das "Matsu Set" genommen, für so umgerechnet 70-80 Franken pro Person (inklusive einem Glas Wein).
Gespannt warteten wir auf dieses sage-umwobene Gericht und als dann serviert wurde, konnten wir uns kaum noch zurückhalten. Nun, was soll ich sagen: Das war einfach das beste Stück Fleisch, welches ich in meinem Leben je geniessen durfte und falls ich aus irgendeinem Grund mal eine Henkersmahlzeit auswählen müsste, so würde ich ohne weiteres Überlegen ein Matsusaka Beef verlangen. Das Fleisch ist so zart, dass es praktisch auf der Zunge zergeht und ich meine dies jetzt explizit nicht im übertragenen Sinn. Die dazu gereichten Sossen haben wir zwar kurz probiert, aber den himmlischen Geschmack dieses Fleisches mit einer Sosse quasi zu überdecken, war uns dann doch zu Schade. Dass die Köche ihr Handwerk verstehen, hat man auch daran gemerkt, dass die Beilagen und auch der Wein einen praktisch neutralen Geschmack hatten, so dass man seine Geschmacksnerven damit jederzeit wieder auf null kalibrieren kann, um jedes Stück Fleisch aufs neue geniessen zu können. Das war jetzt einfach der absolute Ober-Hammer und ich kann jeden Gourmet verstehen, der nur wegen dieses einen Gerichts schnell nach Japan fliegen würde.
Nachdem wir aus diesem kulinarischen Traum leider wieder aufwachen mussten - ich habe während dem Essen praktisch alles um mich herum vergessen - machten wir uns dann satt und halbwegs in Trance schwebend so langsam auf den Rückweg. Natürlich haben wir uns dann auch das Angebot der Metzgerei genauer angeschaut. Ein Kilo des besten Stücks Matsusaka Beef kostet umgerechnet 360 Franken - und es ist auch jeden verdammten Rappen wert! Wir sind dann noch an einem coolen Laden - eine Mischung aus Antiquitäten-Geschäft, Chat Noir und Sharper Image - vorbeigekommen, wo ich noch ein paar letzte Souvenirs ergattert habe. Danach liessen wir den Abend in einer kleinen Bar in Kichijoji ausklingen, bevor wir uns glücklich und zufrieden zurück ins Hotel begaben.
Ich glaube, diesen geilen Tag werde ich in meinem Leben nie vergessen!
Samstag, 28. März 2009
Sonntag, 22. März 2009
Tokio - Woche 2 - Mittwoch
Am Mittwoch bin ich mal einen Tag alleine losgezogen, Mario hat das ganze Shopping wohl doch etwas mitgenommen *lol* ;) Zuerst ging ich mal die zwingenden Einkäufe erledigen, zum Glück hat es rund um die Shinjuku Station viele Läden nahe beieinander. Als erstes musste ein gescheiter (und grosser :) Rucksack her, ich hatte ja gestern recht geflucht als ich das ganze Zeug quer durch Tokio schleppen durfte. OK, OK, ich bin selber schuld, ich weiss :) Dank meinem Jagd-Instinkt gings auch nicht lange und ich erstand ein runtergeschriebenes Modell, zum Glück hatten sie das Teil noch in dunkelblau; rosa wär mir dann doch etwas zu schwu...ähhh...un-männlich gewesen.
Danach gings gleich weiter zu Tokyu Hands, einem Outdoor-/Hobby-/Deko-/Bastel-/Papeterie-/Krimskrams-Laden, wo ich nach längerem Suchen - das Zeug war im Laden echt gut versteckt - einen grossen Karton und Verpackungsmaterial erstand. Ich glaube, der Typ an der Kasse war voll enttäuscht, dass ich das Verpackungsmaterial einfach so in meinen Rucksack gestopft habe und er nicht - wie übrigens alle Verkäufer hier - seinem Verpackungs-Fetisch nachgehen konnte. Er hat dann aber doch noch seine Befriedigung erhalten, als er die flache Kartonschachtel kunstvoll in zwei Riesen-Plastiktüten einpacken konnte und im Nachhinein muss ich sagen, der hatte echt Ahnung, denn dank seinen Verpackungskünsten war dieses Riesending echt angenehm zu tragen. Gut gut, nun war also zumindest mal der erste Teil des "Wie krieg ich den ganzen geshoppten Kram nach Hause?"-Problems gelöst. Der zweite Teil namens "Die Post-Odysee" folgt dann in einem späteren Blog-Eintrag ;)
Nebenbei habe ich dort auch noch ein paar Duftstäbchen als Mitbringsel (also jetzt keine klassischen Räucherstäbchen, sondern eine etwas andere, japanische Variante) erstanden, mein Magen war jedoch vom ganzen Rumschnüffeln an den Mustern schon etwas arg strapaziert. Es gab da eben nicht nur wohlriechende Dinge wie Rosen und Vanille, sondern eben auch so Teufels-Zeug, das ich mal als toter Hund oder schimmelnde Mülltone einordnen würde; auch wenn diese Stink-Stäbchen natürlich offiziell wohlklingende Namen hatten. Um meinem Magen etwas Erholung zu gönnen, und auch um Mario für die zwei vergangenen Shopping-Touristen-Tage zu entschädigen *grins*, gings dann in die Gourmet-Abteilung von Takashimaya Times Square, wo ich echten Appenzeller Käse, richtige Baguettes und italienischen Salami(Kilopreis umgerechnet 160 Stutz, WTF?) erstand. *freude-herrscht*
Im Hotel dann mal Mario geweckt und nachdem ich ihn gefragt habe, ob er ein echt europäisches Sandwich will, war er plötzlich nicht mehr so genervt darüber, dass ich ihn aus dem Schlaf gerissen hatte. Er reagiert was Schlafmangel und Hunger angeht nämlich etwa gleich wie ich auch, so dass es mal (für mich zumindest - sorry Mario! ;) recht lustig war, mein eigenes Instinkt-Verhalten bei jemand anderem live mitzukriegen. Hmm, Scheisse, jetzt haben wir zwar alle Zutaten, aber wo verdammt noch Mal kriegen wir nun ein Messer her? Zum Glück habe ich mich da an mein Tauchmesser erinnert - für irgendwas schleppe ich die 25kg Tauchausrüstung ja rund um den Globus - und so wurden der Appenzeller Käse-Hai, die Italienische Salami-Forelle sowie die Französischen Baguette-Shrimps notgeschlachtet und gemeinsam verköstigt. *boah*, dieses Morgenessen um 13 Uhr hat wirklich mega gut getan :-D
Am Nachmittag bin ich erneut losgezogen, zuerst in einen italienischen Spezialitätenladen in der Nähe von Shibuya, um zu gucken, ob sie allenfalls Lemonsoda im Angebot haben, was den kulinarischen Europa-Tag perfekt gemacht hätte. Leider hatten sie dort kein Lemonsoda, stattdessen habe ich halt zwei Flaschen Chinotto und zwei Flaschen italienisches Citron gekauft. Mario kriegt aus der Schweiz aber auf jeden Fall ein "Care- und Dankeschön-Paket" mit seinem heissgeliebten (und in Japan nicht erhältlichen) Lemonsoda, sobald ich wieder zurück bin.
Weiter gings durch ein normales Wohnquartier Richtung Shibuya Station. Ist schon lustig mit den vielen Bahngeleisen, die mitten durchs Wohnviertel führen, aber wie sonst sollte man auch die ganzen Leute hier effizient von A nach B transportieren? Velos sieht man zwar hier auch viel, aber für weitere Distanzen stelle ich mir das nicht so angenehm vor. Denn weil es auf der Strasse zum Velofahren zu gefährlich ist, dürfen (oder sogar müssen?) die Leute auf dem Trottoir zwischen all den Fussgängern, sperrigen Restaurant-Schildern und wild platzierten Absperr-Pfosten Slalom fahren. Man muss als Fussgänger deshalb auch auf dem Trottoir ein klein wenig auf der Hut sein. Herannahende Velos erkennt man übrigens meistens nicht an einer Veloklingel, sondern an den laut quietschenden Bremsen. Sachen gibts...
An der Shibuya Station habe ich dann erstmal die "weltbekannte" Hachiko-Statue gesucht und nach einigem Rumrennen zwischen all den Leuten dann auch gefunden. Weltbekannt sage ich darum, weil ich die dazugehörige Story schon vor längerer Zeit - noch bevor meine Reise nach Tokio irgendwie geplant wurde - mal in der Schweiz davon gelesen habe. Aus irgendeinem Grund war die Story bei mir aber im Gedächtnis-Teil für "Filme und Fiktion" abgespeichert und so war meine Freude um so grösser, als ich im Reiseführer gelesen habe, dass die Statue doch tatsächlich existiert. Hachiko dürfte wohl - neben Lassie ;) - einer der treusten Hunde aller Zeiten gewesen sein. Die dazugehörige, fast schon tränenrührende Geschichte könnt ihr hier nachlesen: Wikipedia-Artikel zu Hachiko.
In Shibuya, dem Haupt-Einkaufs-Stadtteil von Tokio habe ich mich dann ein klein wenig treiben lassen. Natürlich habe ich hier auch wieder meiner Sucht gefrönt und T-Shirts kaufen müssen. Neben einem "Harley-Davidson Tokio"-Shirt (ja, mitten in Tokio gibt es wirklich eine offizielle Harley-Werkstatt) habe ich auch noch ein echt kultiges Scherz-Shirt gefunden, in welchem Seppuku mit einem Piktogramm als "The Japanese Way to say sorry." beschrieben wird. *lol*
Eher zufällig bin ich gegen Schluss noch in den Apple Store gestolpert (siehe auch den dazugehörigen Live-Blog-Eintrag), bevor es zurück ins Hotel ging. Mario hatte inzwischen auch ausgeschlafen und so sind wir dann zusammen wieder Mal Yakiniku essen gegangen, das macht halt einfach süchtig, insbesondere wenn es sich um "All You Can Eat"-Restaurant handelt. Zwar gibts da immer eine Zeitbeschränkung, aber wir Europäer wissen halt, wie man "spachtelt" :)
Danach gings gleich weiter zu Tokyu Hands, einem Outdoor-/Hobby-/Deko-/Bastel-/Papeterie-/Krimskrams-Laden, wo ich nach längerem Suchen - das Zeug war im Laden echt gut versteckt - einen grossen Karton und Verpackungsmaterial erstand. Ich glaube, der Typ an der Kasse war voll enttäuscht, dass ich das Verpackungsmaterial einfach so in meinen Rucksack gestopft habe und er nicht - wie übrigens alle Verkäufer hier - seinem Verpackungs-Fetisch nachgehen konnte. Er hat dann aber doch noch seine Befriedigung erhalten, als er die flache Kartonschachtel kunstvoll in zwei Riesen-Plastiktüten einpacken konnte und im Nachhinein muss ich sagen, der hatte echt Ahnung, denn dank seinen Verpackungskünsten war dieses Riesending echt angenehm zu tragen. Gut gut, nun war also zumindest mal der erste Teil des "Wie krieg ich den ganzen geshoppten Kram nach Hause?"-Problems gelöst. Der zweite Teil namens "Die Post-Odysee" folgt dann in einem späteren Blog-Eintrag ;)
Nebenbei habe ich dort auch noch ein paar Duftstäbchen als Mitbringsel (also jetzt keine klassischen Räucherstäbchen, sondern eine etwas andere, japanische Variante) erstanden, mein Magen war jedoch vom ganzen Rumschnüffeln an den Mustern schon etwas arg strapaziert. Es gab da eben nicht nur wohlriechende Dinge wie Rosen und Vanille, sondern eben auch so Teufels-Zeug, das ich mal als toter Hund oder schimmelnde Mülltone einordnen würde; auch wenn diese Stink-Stäbchen natürlich offiziell wohlklingende Namen hatten. Um meinem Magen etwas Erholung zu gönnen, und auch um Mario für die zwei vergangenen Shopping-Touristen-Tage zu entschädigen *grins*, gings dann in die Gourmet-Abteilung von Takashimaya Times Square, wo ich echten Appenzeller Käse, richtige Baguettes und italienischen Salami(Kilopreis umgerechnet 160 Stutz, WTF?) erstand. *freude-herrscht*
Im Hotel dann mal Mario geweckt und nachdem ich ihn gefragt habe, ob er ein echt europäisches Sandwich will, war er plötzlich nicht mehr so genervt darüber, dass ich ihn aus dem Schlaf gerissen hatte. Er reagiert was Schlafmangel und Hunger angeht nämlich etwa gleich wie ich auch, so dass es mal (für mich zumindest - sorry Mario! ;) recht lustig war, mein eigenes Instinkt-Verhalten bei jemand anderem live mitzukriegen. Hmm, Scheisse, jetzt haben wir zwar alle Zutaten, aber wo verdammt noch Mal kriegen wir nun ein Messer her? Zum Glück habe ich mich da an mein Tauchmesser erinnert - für irgendwas schleppe ich die 25kg Tauchausrüstung ja rund um den Globus - und so wurden der Appenzeller Käse-Hai, die Italienische Salami-Forelle sowie die Französischen Baguette-Shrimps notgeschlachtet und gemeinsam verköstigt. *boah*, dieses Morgenessen um 13 Uhr hat wirklich mega gut getan :-D
Am Nachmittag bin ich erneut losgezogen, zuerst in einen italienischen Spezialitätenladen in der Nähe von Shibuya, um zu gucken, ob sie allenfalls Lemonsoda im Angebot haben, was den kulinarischen Europa-Tag perfekt gemacht hätte. Leider hatten sie dort kein Lemonsoda, stattdessen habe ich halt zwei Flaschen Chinotto und zwei Flaschen italienisches Citron gekauft. Mario kriegt aus der Schweiz aber auf jeden Fall ein "Care- und Dankeschön-Paket" mit seinem heissgeliebten (und in Japan nicht erhältlichen) Lemonsoda, sobald ich wieder zurück bin.
Weiter gings durch ein normales Wohnquartier Richtung Shibuya Station. Ist schon lustig mit den vielen Bahngeleisen, die mitten durchs Wohnviertel führen, aber wie sonst sollte man auch die ganzen Leute hier effizient von A nach B transportieren? Velos sieht man zwar hier auch viel, aber für weitere Distanzen stelle ich mir das nicht so angenehm vor. Denn weil es auf der Strasse zum Velofahren zu gefährlich ist, dürfen (oder sogar müssen?) die Leute auf dem Trottoir zwischen all den Fussgängern, sperrigen Restaurant-Schildern und wild platzierten Absperr-Pfosten Slalom fahren. Man muss als Fussgänger deshalb auch auf dem Trottoir ein klein wenig auf der Hut sein. Herannahende Velos erkennt man übrigens meistens nicht an einer Veloklingel, sondern an den laut quietschenden Bremsen. Sachen gibts...
An der Shibuya Station habe ich dann erstmal die "weltbekannte" Hachiko-Statue gesucht und nach einigem Rumrennen zwischen all den Leuten dann auch gefunden. Weltbekannt sage ich darum, weil ich die dazugehörige Story schon vor längerer Zeit - noch bevor meine Reise nach Tokio irgendwie geplant wurde - mal in der Schweiz davon gelesen habe. Aus irgendeinem Grund war die Story bei mir aber im Gedächtnis-Teil für "Filme und Fiktion" abgespeichert und so war meine Freude um so grösser, als ich im Reiseführer gelesen habe, dass die Statue doch tatsächlich existiert. Hachiko dürfte wohl - neben Lassie ;) - einer der treusten Hunde aller Zeiten gewesen sein. Die dazugehörige, fast schon tränenrührende Geschichte könnt ihr hier nachlesen: Wikipedia-Artikel zu Hachiko.
In Shibuya, dem Haupt-Einkaufs-Stadtteil von Tokio habe ich mich dann ein klein wenig treiben lassen. Natürlich habe ich hier auch wieder meiner Sucht gefrönt und T-Shirts kaufen müssen. Neben einem "Harley-Davidson Tokio"-Shirt (ja, mitten in Tokio gibt es wirklich eine offizielle Harley-Werkstatt) habe ich auch noch ein echt kultiges Scherz-Shirt gefunden, in welchem Seppuku mit einem Piktogramm als "The Japanese Way to say sorry." beschrieben wird. *lol*
Eher zufällig bin ich gegen Schluss noch in den Apple Store gestolpert (siehe auch den dazugehörigen Live-Blog-Eintrag), bevor es zurück ins Hotel ging. Mario hatte inzwischen auch ausgeschlafen und so sind wir dann zusammen wieder Mal Yakiniku essen gegangen, das macht halt einfach süchtig, insbesondere wenn es sich um "All You Can Eat"-Restaurant handelt. Zwar gibts da immer eine Zeitbeschränkung, aber wir Europäer wissen halt, wie man "spachtelt" :)
Dienstag, 17. März 2009
Tokio - Woche 2 - Dienstag
Heute gings ab nach Harajuku, dem trendigen Einkaufsviertel für junge Leute. Hier findet man auch die Kleiderläden für Punks, Goths, usw.; wobei der Stil der Japan-Goths und der Europa-Goths recht verschieden ist. Stellt euch vor, man nimmt einen europäischen Goth, packt ordentlich japanischen Anime-Stil dazu, tut noch eine winzige Prise von diesem "Hello Kitty"-Schwachsinn dazu und schüttelt das ganze kräftig durch ;) Zuerst sind wir also von der U-Bahn-Station durch die Haupt-Einkaufsstrasse an unzähligen kleinen Kleiderläden vorbei gelaufen. Reingegangen sind wir da aber praktisch nicht, denn die meisten Läden hatten eh nur Frauen-Klamotten und Mario sagte, dass man hier eh nix in unseren Gaijin-Grössen kriegt. Wobei das eher auf Männer zutrifft, ich glaube ihr Mädels unter den Blog-Lesern hättet hier euren ganzen Jahres-Lohn liegen lassen können *grins*
Dafür habe ich mich in einem "100 Yen Store" (100 Yen = ca. 1.20 Franken) mit reichlich Krimskrams eingedeckt, jeder Artikel kostet ja nur 100 Yen :) Da fällt mir ein, gestern (Montag) waren wir ja auch noch in einem Laden namens "Don Quijote" oder abgekürzt "Donki" (oder "Donkey", was auf Englisch "Esel" bedeutet :) Dieser Laden ist auf 4 Stockwerken von oben bis unten vollgestopft mit irgendwelchem Krimskrams. Hier kriegt man wirklich alles - nützliches wie unnützes - wenn man es denn in diesem Riesenchaos finden kann... (Wer mit mir in Spanien war: Stellt euch den "Chinesen" vor, nur etwa 3x so vollgestopft und das dann nochmals auf 4 Stockwerken...)
Nach dem 100 Yen Store haben wir uns weiter durch die Haupt-Shopping-Gasse gekämpft und sind schliesslich an der etwas edleren Shopping-Strasse gelandet. Hey, voll geil, da hat es einen Zigarren-Laden (mit angeschlossenem Zigarren-Club und -Bar) *woohoo* Die ganzen edlen Raucherwaren wurden zwar nicht in einem begehbaren Humidor präsentiert sondern hinter Glas weggeschlossen, dafür hatten sie doch echt meine Lieblingszigarren - Romeo y Julieta No. 2 (natürlich aus Havanna, Kuba ;) - im Angebot. Da mussten wir natürlich zuschlagen, haben uns aber entschieden, die Zigarre für einen speziellen Moment aufzuheben. Dieser kam dann auch in Fukuoka, dazu jedoch später mehr...
Weiter gings in den Oriental Bazaar. Das ist ein echt geiler Souvenir-Shop, wo man auf 4 Stockwerken wirklich tolle und schöne Andenken kaufen kann. Im Vergleich dazu hatte der Im-Obersten-Stock-vom-Elektronik-Laden-Souvenir-Shop vom Montag wirklich nur Schrott im Angebot. Hier konnte man sogar echte Antiquitäten erstehen und der Restauratorin bei der Arbeit zusehen. Bei all den coolen Sachen hat meine Kreditkarte ganz schön leiden müssen... Und dass man das Zeug auch noch quer durch Tokio schleppen muss, habe ich nachher dann auch leidlich erfahren müssen. Ich hätte heute wohl doch besser einen Rucksack mitnehmen sollen ;)
Da Shoppen doch eine recht anstrengende Angelegenheit ist (bzw. wir Männer dies nicht täglich trainieren *grins*), hatten wir dann so langsam echt Hunger. Also ab in den nächsten Pizza-Laden, Shakey's Pizza. Voll geil, hier kann man Customized Pizzas bestellen. Hmm, als Appetizer hätten wir gern Cheese Potatoes, dann bitte zwei Pizzas und für mich noch einen Caesar Salad; dazu bitte jeweils das grösste Cola, das es gibt. Ich glaube, die haben uns in dem Laden für zwei durchgeknallte, fressgeile Amerikaner gehalten, denn auf der Karte stand ja eigentlich, dass eine Pizza für 3-4 Personen reichen soll. Das sollte wohl "3-4 Japaner" heissen, was nach unserer eigenen kulinarischen Erfahrung in "1 Schweizer" umgerechnet werden kann...
Mit gut gefülltem Magen gings dann weiter ins Kiddy Land nebenan, einem Spielzeug- und Krimskrams-Laden. Voll geil, auf jedem Stock hat es unzählige Gashapon-Automaten (siehe vorheriger Blog-Eintrag), endlich kann ich mein Münz loswerden und meiner neuen "Sucht" frönen. Hier hats wirklich für jeden Geschmack einen eigenen Gashapon-Automaten, als angehender Metzger (oder als Schweizer Tourist :) kann man sich sogar Figürchen von Tieren kaufen, auf denen die einzelnen Teile z.b. einer Kuh beschrieben werden. Jetzt müsste ich nur noch Japanisch können, dann wüsste ich, was jetzt ein Steak und was ein Filet ist... Neben unzähligen Gashapon-Figürchen habe ich dann auch noch einen voll-geilen Scherz-Artikel erworben, mehr verrate ich jetzt aber nicht dazu. Was es ist, seht ihr dann, wenn ich wieder zurück bin. *hehehe*
Nach einem kurzem Besuch im Condomania - man will ja auch mal sehen, ob die Schw...ähhh...Kondome hier wirklich kleiner sind *grins* - haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht und das ganze Zeug mit der U-Bahn zurück ins Hotel verfrachtet. Und da kam dann der grosse "Schock". Meine Scheisse, wie kriege ich das ganze gekaufte Zeug nur sicher und effizient nach Hause. *Hilfeeeeee!* OK, morgen mal gucken, wo ich einen grossen Karton und geeignetes Verpackungsmaterial herbekomme, schliesslich sollen die Sake-Becher und die geilen Porzellan-Schalen (Mario nannte das Zeug einfach "Scherben" ;) sicher nach Hause kommen.
Dafür habe ich mich in einem "100 Yen Store" (100 Yen = ca. 1.20 Franken) mit reichlich Krimskrams eingedeckt, jeder Artikel kostet ja nur 100 Yen :) Da fällt mir ein, gestern (Montag) waren wir ja auch noch in einem Laden namens "Don Quijote" oder abgekürzt "Donki" (oder "Donkey", was auf Englisch "Esel" bedeutet :) Dieser Laden ist auf 4 Stockwerken von oben bis unten vollgestopft mit irgendwelchem Krimskrams. Hier kriegt man wirklich alles - nützliches wie unnützes - wenn man es denn in diesem Riesenchaos finden kann... (Wer mit mir in Spanien war: Stellt euch den "Chinesen" vor, nur etwa 3x so vollgestopft und das dann nochmals auf 4 Stockwerken...)
Nach dem 100 Yen Store haben wir uns weiter durch die Haupt-Shopping-Gasse gekämpft und sind schliesslich an der etwas edleren Shopping-Strasse gelandet. Hey, voll geil, da hat es einen Zigarren-Laden (mit angeschlossenem Zigarren-Club und -Bar) *woohoo* Die ganzen edlen Raucherwaren wurden zwar nicht in einem begehbaren Humidor präsentiert sondern hinter Glas weggeschlossen, dafür hatten sie doch echt meine Lieblingszigarren - Romeo y Julieta No. 2 (natürlich aus Havanna, Kuba ;) - im Angebot. Da mussten wir natürlich zuschlagen, haben uns aber entschieden, die Zigarre für einen speziellen Moment aufzuheben. Dieser kam dann auch in Fukuoka, dazu jedoch später mehr...
Weiter gings in den Oriental Bazaar. Das ist ein echt geiler Souvenir-Shop, wo man auf 4 Stockwerken wirklich tolle und schöne Andenken kaufen kann. Im Vergleich dazu hatte der Im-Obersten-Stock-vom-Elektronik-Laden-Souvenir-Shop vom Montag wirklich nur Schrott im Angebot. Hier konnte man sogar echte Antiquitäten erstehen und der Restauratorin bei der Arbeit zusehen. Bei all den coolen Sachen hat meine Kreditkarte ganz schön leiden müssen... Und dass man das Zeug auch noch quer durch Tokio schleppen muss, habe ich nachher dann auch leidlich erfahren müssen. Ich hätte heute wohl doch besser einen Rucksack mitnehmen sollen ;)
Da Shoppen doch eine recht anstrengende Angelegenheit ist (bzw. wir Männer dies nicht täglich trainieren *grins*), hatten wir dann so langsam echt Hunger. Also ab in den nächsten Pizza-Laden, Shakey's Pizza. Voll geil, hier kann man Customized Pizzas bestellen. Hmm, als Appetizer hätten wir gern Cheese Potatoes, dann bitte zwei Pizzas und für mich noch einen Caesar Salad; dazu bitte jeweils das grösste Cola, das es gibt. Ich glaube, die haben uns in dem Laden für zwei durchgeknallte, fressgeile Amerikaner gehalten, denn auf der Karte stand ja eigentlich, dass eine Pizza für 3-4 Personen reichen soll. Das sollte wohl "3-4 Japaner" heissen, was nach unserer eigenen kulinarischen Erfahrung in "1 Schweizer" umgerechnet werden kann...
Mit gut gefülltem Magen gings dann weiter ins Kiddy Land nebenan, einem Spielzeug- und Krimskrams-Laden. Voll geil, auf jedem Stock hat es unzählige Gashapon-Automaten (siehe vorheriger Blog-Eintrag), endlich kann ich mein Münz loswerden und meiner neuen "Sucht" frönen. Hier hats wirklich für jeden Geschmack einen eigenen Gashapon-Automaten, als angehender Metzger (oder als Schweizer Tourist :) kann man sich sogar Figürchen von Tieren kaufen, auf denen die einzelnen Teile z.b. einer Kuh beschrieben werden. Jetzt müsste ich nur noch Japanisch können, dann wüsste ich, was jetzt ein Steak und was ein Filet ist... Neben unzähligen Gashapon-Figürchen habe ich dann auch noch einen voll-geilen Scherz-Artikel erworben, mehr verrate ich jetzt aber nicht dazu. Was es ist, seht ihr dann, wenn ich wieder zurück bin. *hehehe*
Nach einem kurzem Besuch im Condomania - man will ja auch mal sehen, ob die Schw...ähhh...Kondome hier wirklich kleiner sind *grins* - haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht und das ganze Zeug mit der U-Bahn zurück ins Hotel verfrachtet. Und da kam dann der grosse "Schock". Meine Scheisse, wie kriege ich das ganze gekaufte Zeug nur sicher und effizient nach Hause. *Hilfeeeeee!* OK, morgen mal gucken, wo ich einen grossen Karton und geeignetes Verpackungsmaterial herbekomme, schliesslich sollen die Sake-Becher und die geilen Porzellan-Schalen (Mario nannte das Zeug einfach "Scherben" ;) sicher nach Hause kommen.
Tokio - Woche 2 - Montag
Am Montag war Shopping angesagt. Zuerst haben wir in Shinjuku ein paar Läden abgeklappert, bei denen wir die Woche davor gesagt haben "Da müssen wir mal rein, wenn sie offen haben". Wir waren eben in der vorherigen Woche meistens eher spät unterwegs und die normalen Läden hatten da schon zu. Die Läden schliessen hier eben meistens so um 20 oder 21 Uhr, am Sonntag manchmal etwas früher.
In einem Designer-T-Shirt-Laden habe ich mich reichlich mit neuen Stücken eindecken können, leider waren aber ein paar geile Designs nicht in Grösse L verfügbar. Jetzt bitte nicht wundern, warum ich ein (japanisches) L kaufen wollte - denn in dem Laden waren die Shirts mit westlichen Grössen angeschrieben. :)
Dann gings weiter in den bereits erwähnten Dive-Store Papalagi Divers, um mal zu gucken, was für Equipment die hier so haben. Und vielleicht gibts hier ja irgendwelche Tauch-Gadgets, die man bei uns noch gar nicht kennt. Der Shop war aber - für Schweizer Verhältnisse - eher spärlich mit kaufbarem Material ausgerüstet. Praktisch das ganze Angebot war Aqua Lung Equipment, man hat also nicht wirklich eine echte Wahl, wenn man da was kaufen will. Zwar hatten sie einen alten Uwatec-Tauchcomputer (ein grau-weisser Aladin, glaube ich) ausgestellt, aber das war wohl eher so ein Nostalgie-Stück. Hmm, vielleicht wissen sie ja nicht, dass man den an den Hersteller einschicken kann, wenn er "nicht mehr geht". Meistens ist bei den alten Modellen ja die Batterie daran schuld, die leider nur der Hersteller wechseln kann. (Gäll, Patrick? ;)
Ich habe also leider kein High-Tech Unterwasser-Mobiltelefon kaufen können... ;) Dafür war das Angebot an buchbaren Tauch-Ferien und Tauch-Kursen um so grösser. Ich nehme mal an, die Japaner gehen im eigenen Land - mit wenigen Ausnahmen - nur zur Ausbildung tauchen, um das Gelernte dann gleich danach auf einer sonnigen Insel anzuwenden. Nicht umsonst hat der erwähnte Dive-Store wohl auch Filialen auf Guam und in Hawaii. Ich habe dann - via Mario als Übersetzer - etwas mit dem Verkäufer geplaudert und ihn gefragt, wo man denn in Japan so tauchen gehen kann. Er meinte dann, dass es eigentlich nur um Okinawa rum ein paar beliebte Tauchplätze gibt, ansonsten fliege man aber eben auf die sonnigen Inseln im Ausland, um als Japaner zu tauchen. Er hat sich dann noch erkundigt, ob und wo ich denn so tauchen gehen würde. Ich glaube, er war ein klein wenig neidisch, als ich ihm meine weiteren Reiseziele aufgezählt habe. Naja, ich kanns ihm nicht verübeln ;)
Uns hat es dann weiter in den Stadtteil Akihabara gezogen, das Mekka aller Elektronik- und Manga-/Anime-Freaks (für die nicht Eingeweihten: Manga = japanische Comics / Anime = japanische Zeichentrickfilme). Zuerst sind wir dort etwas in den kleine Gassen rumgelaufen, wo es unzählige Geschäfte hatte, die alle bis oben hin vollgestopft mit den neusten Hifi-Geräten waren. Ein High-End-CD-Spieler für 20'000 Franken? - Kein Problem! Diese mega-teuren High-End-Geräte werden dort übrigens nicht wie bei uns üblich "schön" und "edel" präsentiert, sondern stehen einfach so im (vollgestopften) Regal. Und auch an den Heim-Transport der neuen 100'000-Franken-Stereo-Anlage hat man hier gedacht, denn zwischen all den Hifi-Läden kann man auch für wenig Geld Rucksäcke und Taschen in allen Grössen erstehen. Well, ich nehme mal an, dass man sich so eine teure Anlage auch heimliefern lassen kann, aber für den Kauf der nicht so teuren Spielzeuge (Funkgeräte, MP3-Player, normale CD-Spieler, tragbare DVD-Spieler, etc.) ist so ein Rucksack-Shop direkt neben dem Elektronik-Dealer wohl echt praktisch. Die Preise für den Elektronik-Kram sind hier übrigens etwa die gleichen wie bei uns - es war also leider nix mit "Schnäppchen-Jagd im Hersteller-Land".
Danach sind wir dann in den nächstbesten DVD-Laden gelatscht. Ich war echt überwältigt, wie viele DVDs man auf so kleinem Raum unterbringen kann. Dummerweise sind natürlich alle Discs auf Japanisch angeschrieben und die meisten haben auch keine englischen Untertitel, so dass ich dort meiner DVD-Sucht nicht frönen konnte. Das war aber wohl zum Vorteil meines Portemonnaies, denn die Discs hier sind echt schweineteuer. Mario meinte dann noch "die Abteilung da hinter dem Vorhang lohnt sich im Fall nicht", was natürlich sofort meine Neugierde weckte *grins* Ich hab dann aber blöd geschaut, als ich mal gucken ging, was dort so an "Schweinkram" angeboten wird. Nein, nicht etwa irgendwelche 0815-Erwachsenenfilme, sondern Erwachsenen-Zeichentrickfilme(ja, Zeichentrickfilme!) in allen erdenklichen und unerdenklichen Variationen; von Gesetzes wegen sind die interessanten Körperteile bei den Filmen übrigens immer verpixelt. Auch ein ganzes Regal mit Erwachsenen-Zeichentrickfilm-Computerspielen ist da rumgestanden, natürlich auch alles verpixelt. Schräg, echt schräg, sag ich da nur... Und um den Mutmassungen vorzubeugen: Nein, ich habe da nichts gekauft! :)
Wir sind dann weiter in einen Computer-Laden, der Macs im Angebot hatte; ich arbeite eben gerade dran, Mario von der "dunklen Seite" zu überzeugen :) Das Angebot war natürlich Apple-typisch dasselbe wie auf der ganzen Welt. Interessant war noch, dass dort - wie auch in all den anderen Computer-Läden - tonnenweise Occasions-Geräte rumstanden. Und nicht etwa "Chrut und Rüebli", sondern von jedem alten Modell hatte es immer mehrere Geräte rumstehen. Nachdem Mario mir sagte, dass die Japaner halt immer gern das Neuste vom Neuen haben, wunderte mich das jedoch nicht mehr so wahnsinnig. 2 Jahre alte Occasions-Autos bekommt man hier wohl auch nachgeworfen, denn die sind ja alle nicht mehr "das Neuste". Aber es gibt wie gesagt auch hier einen Markt für Gebrauchtes und so landet das Zeug nicht schon nach einem Jahr auf dem Müll.
Beim nächsten Elektronik-Laden haben wir uns dann echt gewundert, im obersten Stockwerk gabs nicht etwa Elektronik zu kaufen, sondern dort hat man echt an die Touristen gedacht und einen Souvenir-Shop eingerichtet. Ich habe mich dann mit allerlei nützlichen und unnützen Mitbringseln eingedeckt, und auch ein wenig Deko-Zeugs für meine Wohnung habe ich mir geleistet. Lustig wurde es dann beim Bezahlen, denn es handelte sich um einen Duty-Free-Laden, in dem man als Ausländer keine japanische Steuer bezahlen muss. Den Preisnachlass bekommt man dort im Übrigen gleich sofort, wenn man einen ausländischen Pass hat. Es wird einfach ein Formular in den Pass geheftet, auf welchem der Zoll bei der Ausreise sieht, dass man etwas Steuer-frei gekauft hat. Dazu gibts auch noch einen Stempel in den Pass, so dass man das Formular nicht einfach rausnehmen kann. Ich habe mich danach dann aber doch gefragt, was mir wohl bei der Ausreise blüht, da ich das Zeug ja nicht quer durch die Welt schleppe, sondern in nem Paket von Tokio nach Hause schicke. Puuh, nochmal Glück gehabt, auf dem Formular steht, dass man die Straf-Nach-Steuer bei der Ausreise nicht bezahlen muss, wenn man nachweisen kann, dass man das Zeug per Post versandt hat. Ich muss also einfach daran denken, auf der Post einen entsprechenden Beleg zu verlangen.
Vollgepackt mit allerlei Krimskrams sind wir dann weiter zu Super Potato gegangen - wohl der Himmel auf Erden für alle Retro-Videospiele-Freaks. Auf 3 Stockwerken sind die Regale vollgepackt mit alten Videospiel-Cartridges und auch alte Konsolen kann man hier in Hülle und Fülle erstehen. Du brauchst eine original-verpackte(!!!) NES-Konsole? - Kein Problem! Das originale und erste "Super Mario Brothers" Spiel kann man natürlich auch gleich dazu kaufen, man muss sich nur zwischen einem gebrauchten und einem originalverpackten(!) Spiel entscheiden. Mir ists echt kalt den Rücken runtergelaufen, bei all den Kindheitserinnerungen, die da wieder bei mir wach wurden und aus dem Staunen bin ich kaum noch rausgekommen. Neben den "üblichen Verdächtigen" hatte es auch eher seltene bzw. damals in Europa nicht wirklich bekannte Konsolen und Games im Angebot; das teuerste gebrauchte Spiel, das ich gesehen habe, kostete umgerechnet über 1000 Franken! Sogar Spiele-ROMs für die Spielhallen-Maschinen konnte man kaufen. Zwischen all den Regalen stand übrigens immer wieder mal eine angeschlossene alte Konsole, auf der man die alten Spiele etwas anzocken konnte. Dieser Laden ist wirklich echt kultig!
Der letzte Stop war dann noch ein Laden für Anime-Fanartikel, natürlich auch wieder bis oben hin vollgestopft. Da mir die meisten Animes nicht geläufig sind, habe ich dort einfach ein cooles Sonic-T-Shirt gekauft und noch ein T-Shirt irgendeiner Anime-Serie, dessen Motiv mir gefiel. Im unteren Stockwerk hatte es übrigens eine Riesen-Anzahl an Gashapon-Automaten, was ich natürlich auch mal ausprobieren musste. Gashapon heisst übersetzt mehr oder weniger "Kapsel-Spielzeug". Die Automaten spucken Plastik-Kugeln aus, in welchem sich kleine Plastikfigürchen befinden, die man sammeln kann. Ich bezeichne das jetzt einfach mal als die japanische Variante der bei uns bekannten Kinder-Überraschungs-Eier ;) Der Vorteil ist jedoch eindeutig, dass auf jedem Automaten steht, welche verschiedenen Figürchen er ausspucken kann, so dass man nicht wie bei den Überraschungs-Eiern am Ende mit irgend einer unnützen Mini-Barbie dasteht. Man weiss zum Beispiel, dass man garantiert eine Disney-Figur bekommt, man weiss halt einfach nicht, ob es am Schluss Micky Maus, Donald Duck, Dagobert Duck, Gustav Gans oder Goofy sein wird. Bei dem Konzept verzichte ich auch gerne auf die Schokolade :) Leider hat der Laden dann auch gleich zugemacht, so dass ich meiner neuen Gashapon-Sucht erst am nächsten Tag weiterfrönen konnte ;)
In einem Designer-T-Shirt-Laden habe ich mich reichlich mit neuen Stücken eindecken können, leider waren aber ein paar geile Designs nicht in Grösse L verfügbar. Jetzt bitte nicht wundern, warum ich ein (japanisches) L kaufen wollte - denn in dem Laden waren die Shirts mit westlichen Grössen angeschrieben. :)
Dann gings weiter in den bereits erwähnten Dive-Store Papalagi Divers, um mal zu gucken, was für Equipment die hier so haben. Und vielleicht gibts hier ja irgendwelche Tauch-Gadgets, die man bei uns noch gar nicht kennt. Der Shop war aber - für Schweizer Verhältnisse - eher spärlich mit kaufbarem Material ausgerüstet. Praktisch das ganze Angebot war Aqua Lung Equipment, man hat also nicht wirklich eine echte Wahl, wenn man da was kaufen will. Zwar hatten sie einen alten Uwatec-Tauchcomputer (ein grau-weisser Aladin, glaube ich) ausgestellt, aber das war wohl eher so ein Nostalgie-Stück. Hmm, vielleicht wissen sie ja nicht, dass man den an den Hersteller einschicken kann, wenn er "nicht mehr geht". Meistens ist bei den alten Modellen ja die Batterie daran schuld, die leider nur der Hersteller wechseln kann. (Gäll, Patrick? ;)
Ich habe also leider kein High-Tech Unterwasser-Mobiltelefon kaufen können... ;) Dafür war das Angebot an buchbaren Tauch-Ferien und Tauch-Kursen um so grösser. Ich nehme mal an, die Japaner gehen im eigenen Land - mit wenigen Ausnahmen - nur zur Ausbildung tauchen, um das Gelernte dann gleich danach auf einer sonnigen Insel anzuwenden. Nicht umsonst hat der erwähnte Dive-Store wohl auch Filialen auf Guam und in Hawaii. Ich habe dann - via Mario als Übersetzer - etwas mit dem Verkäufer geplaudert und ihn gefragt, wo man denn in Japan so tauchen gehen kann. Er meinte dann, dass es eigentlich nur um Okinawa rum ein paar beliebte Tauchplätze gibt, ansonsten fliege man aber eben auf die sonnigen Inseln im Ausland, um als Japaner zu tauchen. Er hat sich dann noch erkundigt, ob und wo ich denn so tauchen gehen würde. Ich glaube, er war ein klein wenig neidisch, als ich ihm meine weiteren Reiseziele aufgezählt habe. Naja, ich kanns ihm nicht verübeln ;)
Uns hat es dann weiter in den Stadtteil Akihabara gezogen, das Mekka aller Elektronik- und Manga-/Anime-Freaks (für die nicht Eingeweihten: Manga = japanische Comics / Anime = japanische Zeichentrickfilme). Zuerst sind wir dort etwas in den kleine Gassen rumgelaufen, wo es unzählige Geschäfte hatte, die alle bis oben hin vollgestopft mit den neusten Hifi-Geräten waren. Ein High-End-CD-Spieler für 20'000 Franken? - Kein Problem! Diese mega-teuren High-End-Geräte werden dort übrigens nicht wie bei uns üblich "schön" und "edel" präsentiert, sondern stehen einfach so im (vollgestopften) Regal. Und auch an den Heim-Transport der neuen 100'000-Franken-Stereo-Anlage hat man hier gedacht, denn zwischen all den Hifi-Läden kann man auch für wenig Geld Rucksäcke und Taschen in allen Grössen erstehen. Well, ich nehme mal an, dass man sich so eine teure Anlage auch heimliefern lassen kann, aber für den Kauf der nicht so teuren Spielzeuge (Funkgeräte, MP3-Player, normale CD-Spieler, tragbare DVD-Spieler, etc.) ist so ein Rucksack-Shop direkt neben dem Elektronik-Dealer wohl echt praktisch. Die Preise für den Elektronik-Kram sind hier übrigens etwa die gleichen wie bei uns - es war also leider nix mit "Schnäppchen-Jagd im Hersteller-Land".
Danach sind wir dann in den nächstbesten DVD-Laden gelatscht. Ich war echt überwältigt, wie viele DVDs man auf so kleinem Raum unterbringen kann. Dummerweise sind natürlich alle Discs auf Japanisch angeschrieben und die meisten haben auch keine englischen Untertitel, so dass ich dort meiner DVD-Sucht nicht frönen konnte. Das war aber wohl zum Vorteil meines Portemonnaies, denn die Discs hier sind echt schweineteuer. Mario meinte dann noch "die Abteilung da hinter dem Vorhang lohnt sich im Fall nicht", was natürlich sofort meine Neugierde weckte *grins* Ich hab dann aber blöd geschaut, als ich mal gucken ging, was dort so an "Schweinkram" angeboten wird. Nein, nicht etwa irgendwelche 0815-Erwachsenenfilme, sondern Erwachsenen-Zeichentrickfilme(ja, Zeichentrickfilme!) in allen erdenklichen und unerdenklichen Variationen; von Gesetzes wegen sind die interessanten Körperteile bei den Filmen übrigens immer verpixelt. Auch ein ganzes Regal mit Erwachsenen-Zeichentrickfilm-Computerspielen ist da rumgestanden, natürlich auch alles verpixelt. Schräg, echt schräg, sag ich da nur... Und um den Mutmassungen vorzubeugen: Nein, ich habe da nichts gekauft! :)
Wir sind dann weiter in einen Computer-Laden, der Macs im Angebot hatte; ich arbeite eben gerade dran, Mario von der "dunklen Seite" zu überzeugen :) Das Angebot war natürlich Apple-typisch dasselbe wie auf der ganzen Welt. Interessant war noch, dass dort - wie auch in all den anderen Computer-Läden - tonnenweise Occasions-Geräte rumstanden. Und nicht etwa "Chrut und Rüebli", sondern von jedem alten Modell hatte es immer mehrere Geräte rumstehen. Nachdem Mario mir sagte, dass die Japaner halt immer gern das Neuste vom Neuen haben, wunderte mich das jedoch nicht mehr so wahnsinnig. 2 Jahre alte Occasions-Autos bekommt man hier wohl auch nachgeworfen, denn die sind ja alle nicht mehr "das Neuste". Aber es gibt wie gesagt auch hier einen Markt für Gebrauchtes und so landet das Zeug nicht schon nach einem Jahr auf dem Müll.
Beim nächsten Elektronik-Laden haben wir uns dann echt gewundert, im obersten Stockwerk gabs nicht etwa Elektronik zu kaufen, sondern dort hat man echt an die Touristen gedacht und einen Souvenir-Shop eingerichtet. Ich habe mich dann mit allerlei nützlichen und unnützen Mitbringseln eingedeckt, und auch ein wenig Deko-Zeugs für meine Wohnung habe ich mir geleistet. Lustig wurde es dann beim Bezahlen, denn es handelte sich um einen Duty-Free-Laden, in dem man als Ausländer keine japanische Steuer bezahlen muss. Den Preisnachlass bekommt man dort im Übrigen gleich sofort, wenn man einen ausländischen Pass hat. Es wird einfach ein Formular in den Pass geheftet, auf welchem der Zoll bei der Ausreise sieht, dass man etwas Steuer-frei gekauft hat. Dazu gibts auch noch einen Stempel in den Pass, so dass man das Formular nicht einfach rausnehmen kann. Ich habe mich danach dann aber doch gefragt, was mir wohl bei der Ausreise blüht, da ich das Zeug ja nicht quer durch die Welt schleppe, sondern in nem Paket von Tokio nach Hause schicke. Puuh, nochmal Glück gehabt, auf dem Formular steht, dass man die Straf-Nach-Steuer bei der Ausreise nicht bezahlen muss, wenn man nachweisen kann, dass man das Zeug per Post versandt hat. Ich muss also einfach daran denken, auf der Post einen entsprechenden Beleg zu verlangen.
Vollgepackt mit allerlei Krimskrams sind wir dann weiter zu Super Potato gegangen - wohl der Himmel auf Erden für alle Retro-Videospiele-Freaks. Auf 3 Stockwerken sind die Regale vollgepackt mit alten Videospiel-Cartridges und auch alte Konsolen kann man hier in Hülle und Fülle erstehen. Du brauchst eine original-verpackte(!!!) NES-Konsole? - Kein Problem! Das originale und erste "Super Mario Brothers" Spiel kann man natürlich auch gleich dazu kaufen, man muss sich nur zwischen einem gebrauchten und einem originalverpackten(!) Spiel entscheiden. Mir ists echt kalt den Rücken runtergelaufen, bei all den Kindheitserinnerungen, die da wieder bei mir wach wurden und aus dem Staunen bin ich kaum noch rausgekommen. Neben den "üblichen Verdächtigen" hatte es auch eher seltene bzw. damals in Europa nicht wirklich bekannte Konsolen und Games im Angebot; das teuerste gebrauchte Spiel, das ich gesehen habe, kostete umgerechnet über 1000 Franken! Sogar Spiele-ROMs für die Spielhallen-Maschinen konnte man kaufen. Zwischen all den Regalen stand übrigens immer wieder mal eine angeschlossene alte Konsole, auf der man die alten Spiele etwas anzocken konnte. Dieser Laden ist wirklich echt kultig!
Der letzte Stop war dann noch ein Laden für Anime-Fanartikel, natürlich auch wieder bis oben hin vollgestopft. Da mir die meisten Animes nicht geläufig sind, habe ich dort einfach ein cooles Sonic-T-Shirt gekauft und noch ein T-Shirt irgendeiner Anime-Serie, dessen Motiv mir gefiel. Im unteren Stockwerk hatte es übrigens eine Riesen-Anzahl an Gashapon-Automaten, was ich natürlich auch mal ausprobieren musste. Gashapon heisst übersetzt mehr oder weniger "Kapsel-Spielzeug". Die Automaten spucken Plastik-Kugeln aus, in welchem sich kleine Plastikfigürchen befinden, die man sammeln kann. Ich bezeichne das jetzt einfach mal als die japanische Variante der bei uns bekannten Kinder-Überraschungs-Eier ;) Der Vorteil ist jedoch eindeutig, dass auf jedem Automaten steht, welche verschiedenen Figürchen er ausspucken kann, so dass man nicht wie bei den Überraschungs-Eiern am Ende mit irgend einer unnützen Mini-Barbie dasteht. Man weiss zum Beispiel, dass man garantiert eine Disney-Figur bekommt, man weiss halt einfach nicht, ob es am Schluss Micky Maus, Donald Duck, Dagobert Duck, Gustav Gans oder Goofy sein wird. Bei dem Konzept verzichte ich auch gerne auf die Schokolade :) Leider hat der Laden dann auch gleich zugemacht, so dass ich meiner neuen Gashapon-Sucht erst am nächsten Tag weiterfrönen konnte ;)
Freitag, 13. März 2009
Mittwoch, 11. März 2009
Sonntag, 8. März 2009
Tokio - Woche 1 - Sonntag
Sonntag Ruhetag! :)
Wir sind nur schnell Yakiniku (mit dem in den Tisch eingebauten Grill) essen gegangen, "All You Can Eat and Drink"(limitiert auf 2 Stunden) für umgerechnet 36 Franken, da mussten wir natürlich zuschlagen. Es gab sogar grünen Salat mit leckerer Sesam-Sosse, und für auf den Grill konnte man auch Würstchen bestellen, welche zwar etwas klein waren, aber dafür ganz OK schmeckten.
Ich wollte heute mit meiner MasterCard wieder mal ein paar Yen beziehen. Wie ich feststellen musste, geht das hier leider nur am bestimmten Automaten bzw. nur in bestimmten Banken. Die meisten Geldautomaten akzeptieren eben nur japanische Kreditkarten. Zum Glück hat sich Mario an die Werbung der Kombini(Supermarkt)-Kette "7-11" erinnert, wo sie extra erwähnen, dass man dort an den Geldautomaten (hier hat praktisch jeder Kombini auch einen Geldautomaten) mit ausländischen Karten Geld abheben kann. Somit sitze ich nun monetär zum Glück nicht mehr auf dem Trockenen. Ich habe nämlich gestern abend praktisch alle meine Yens in Hochprozentiges investiert. *grins* Naja, immer noch eine bessere Investition als UBS-Aktien ;) :)
Im Hotel hat es übrigens eine Coin Laundry, also ein paar Münz-Waschmaschinen und -Trockner. Die Waschmaschinen waschen hier leider nur mit kaltem Wasser und ich bin mal gespannt, wie nächste Woche das Wasch-Ergebnis sein wird, wenn ich das ausprobiere. Wie sich vielleicht einige erinnern, habe ich mich in damals den USA ja wegen der komischen Wasch-Methoden genervt, weil die Kleider nicht wirklich sauber wurden oder zwar optisch sauber wurden, aber immer noch gemieft haben. Mario wäscht zuhause übrigens auch alles mit kaltem Wasser, das scheint also hier in Japan so üblich zu sein.
Die nächsten Tage ist dann Mal Shopping und Sightseeing angesagt und für Donnerstag Nachmittag haben wir uns bei der Imperial Household Agency ein hoch-offizielles "PERMIT FOR VISIT TO THE IMPERIAL PALACE IN TOKYO" organisiert. Wir mussten dazu online unsere Daten angeben, dann den Besuchstermin auswählen, nochmal irgendwelche Online-Formulare ausfüllen, auf ein E-Mail mit einer Permit Number warten und konnten mit dieser Permit Number dann über ein weiteres Formular finally ein PDF mit dem Permit runterladen, welches ich hier im Hotel dann noch schnell ausdrucken muss.
Bin mal gespannt, was es dort zu sehen gibt. Was ich so gelesen habe, kommt man ja nicht in den eigentlichen Kaiserpalast rein, denn der ist ja immer noch bewohnt; aber zu irgendwas muss dieses Permit wohl gut sein. Vielleicht hat der Palastgarten ja verschiedene Sicherheits-Bereiche oder so? (Also wenn ihr Ende Woche im Blick etwas über "Diplomatischer Zwischenfall in Japan - 2 Schweizer Touristen erscheinen unpassend gekleidet bei einer Audienz" lest, wisst ihr ja, was uns passiert ist :)
Wir sind nur schnell Yakiniku (mit dem in den Tisch eingebauten Grill) essen gegangen, "All You Can Eat and Drink"(limitiert auf 2 Stunden) für umgerechnet 36 Franken, da mussten wir natürlich zuschlagen. Es gab sogar grünen Salat mit leckerer Sesam-Sosse, und für auf den Grill konnte man auch Würstchen bestellen, welche zwar etwas klein waren, aber dafür ganz OK schmeckten.
Ich wollte heute mit meiner MasterCard wieder mal ein paar Yen beziehen. Wie ich feststellen musste, geht das hier leider nur am bestimmten Automaten bzw. nur in bestimmten Banken. Die meisten Geldautomaten akzeptieren eben nur japanische Kreditkarten. Zum Glück hat sich Mario an die Werbung der Kombini(Supermarkt)-Kette "7-11" erinnert, wo sie extra erwähnen, dass man dort an den Geldautomaten (hier hat praktisch jeder Kombini auch einen Geldautomaten) mit ausländischen Karten Geld abheben kann. Somit sitze ich nun monetär zum Glück nicht mehr auf dem Trockenen. Ich habe nämlich gestern abend praktisch alle meine Yens in Hochprozentiges investiert. *grins* Naja, immer noch eine bessere Investition als UBS-Aktien ;) :)
Im Hotel hat es übrigens eine Coin Laundry, also ein paar Münz-Waschmaschinen und -Trockner. Die Waschmaschinen waschen hier leider nur mit kaltem Wasser und ich bin mal gespannt, wie nächste Woche das Wasch-Ergebnis sein wird, wenn ich das ausprobiere. Wie sich vielleicht einige erinnern, habe ich mich in damals den USA ja wegen der komischen Wasch-Methoden genervt, weil die Kleider nicht wirklich sauber wurden oder zwar optisch sauber wurden, aber immer noch gemieft haben. Mario wäscht zuhause übrigens auch alles mit kaltem Wasser, das scheint also hier in Japan so üblich zu sein.
Die nächsten Tage ist dann Mal Shopping und Sightseeing angesagt und für Donnerstag Nachmittag haben wir uns bei der Imperial Household Agency ein hoch-offizielles "PERMIT FOR VISIT TO THE IMPERIAL PALACE IN TOKYO" organisiert. Wir mussten dazu online unsere Daten angeben, dann den Besuchstermin auswählen, nochmal irgendwelche Online-Formulare ausfüllen, auf ein E-Mail mit einer Permit Number warten und konnten mit dieser Permit Number dann über ein weiteres Formular finally ein PDF mit dem Permit runterladen, welches ich hier im Hotel dann noch schnell ausdrucken muss.
Bin mal gespannt, was es dort zu sehen gibt. Was ich so gelesen habe, kommt man ja nicht in den eigentlichen Kaiserpalast rein, denn der ist ja immer noch bewohnt; aber zu irgendwas muss dieses Permit wohl gut sein. Vielleicht hat der Palastgarten ja verschiedene Sicherheits-Bereiche oder so? (Also wenn ihr Ende Woche im Blick etwas über "Diplomatischer Zwischenfall in Japan - 2 Schweizer Touristen erscheinen unpassend gekleidet bei einer Audienz" lest, wisst ihr ja, was uns passiert ist :)
Tokio - Woche 1 - Samstag
Zum Nachtessen sind wir in ein Sukiyaki-Restaurant gegangen. Sukiyaki ist sowas wie japanisches Fleisch-Fondue. Der Topf ist dabei eher flach, dafür etwas breiter. Als mir ein rohes Ei in einer Schale hingestellt wurde, hat mein Magen schon mal Vor-Alarm geschlagen. Mario meinte dann, er esse das dann schon. Puuh, nochmal Glück gehabt.
Auch die Appetizer sahen sehr exotisch aus und nach den Alkohol-Exzessen der letzten Tage wollte ich meinem Magen mal eine Ruhe-Pause gönnen, deshalb habe ich nur so etwas komisches, knall-grünes probiert, das sich vom Geschmack her auch prompt als irgendein See-Obst/-Gemüse/-Wasauchimmer rausstellte. *yuck* Ich habs an diesem Abend dann mit dem Essens-Experimenten grösstenteils sein gelassen.
Im Sukiyaki-Topf wird zuerst mal die erste Runde Fleisch und Gemüse angebraten und danach werden die Sosse und Wasser reingekippt. Danach kommen die weiteren Zutaten dazu, wie Nudel-Bällchen, Tofu, Reis-Cake, japanische Pilze (endlich mal Pilze die mir schmecken; sehen übrigens aus wie Magic Mushrooms, haben aber keine psychedelische Wirkung), komisches Grünzeug (keine Ahnung was das war, war auf jeden Fall war es extrem zäh), Zwiebeln und noch ein paar andere Dinge.
Man fängt dann mal an zu essen, nimmt worauf man gerade Lust hat und füllt den Topf immer mal wieder mit frischen Zutaten und insbesondere Fleisch. Das Fleisch sieht übrigens selbst roh extrem lecker aus und ist schön mit Fett gesprenkelt (siehe auf den Fotos). Mir wurde dann auch bald klar, wozu das rohe Ei da ist. Man packt das gekochte/gebratene Fleisch in das verquirlte Ei und ist dies dann so. Ich habe aber meinem Magen zuliebe darauf verzichtet und das Fleisch halt einfach so gegessen.
Ich glaube danach sind wir noch in den McD gegangen (oder war's ein Tag vorher? - bei all den Eindrücken hier sollte man das Blog-Schreiben täglich erledigen, sonst kriegt man ein Durcheinander). Auf jeden Fall gibt es hier McTeriyaki Burger, mit einer ultra-mega-extremely-leckeren Sosse :)
Danach haben wir uns wieder mal in der Shinjuku Station verlaufen, aber am Schluss doch noch rechtzeitig die U-Bahn zum Stadtteil Roppongi erwischt. Selbst am Wochenende fährt die letzte U-Bahn hier um halb Eins, das finde ich irgendwie untypisch für eine so grosse Stadt. In Roppongi sind wir dann ins Muse. Das ist so eine Mischung zwischen Bar und Disco, recht verwinkelt und stylish eingerichtet. Es hat auch immer mal wieder einen Neben-Raum, wo man Darts, Billard oder Ping-Pong/Tischtennis spielen oder einfach nur chillen kann. Der Ausländer-Anteil - also ich meine damit jetzt Nicht-Japaner/-Asiaten ;) - war recht hoch, wobei das wohl am Stadtteil liegt, den Roppongi scheint das internationale Vergnügungs-Viertel zu sein. Wohl auch darum zählt es als der unsicherste Stadtteil von Tokio, wobei für unsere Verhältnisse (Basel Steinen an einem Samstag abend) macht es immer noch einen sicheren Eindruck.
Wir sind dort geblieben, bis der Laden dicht gemacht hat, ich glaube (sorry, aber ich war echt betrunken %), das war so um 5 Uhr morgens. Danach sind wir im McD noch etwas essen gegangen. (Genau vor der Türe des McD durften wir übrigens wieder mal das "Massagi?"-Angebot einer netten Dame ablehnen. *lol*) Im McD haben die dort um diese Zeit nur entweder diese grässlichen Frühstücks-Burger oder McHotDogs im Angebot, so dass ich halt zwei McHotDogs verdrückt habe. Mit dem Taxi gings dann zurück ins Hotel, wobei wir auf dem Rückweg aus irgendeinen Grund %) die ganze Zeit über den FC Basel diskutiert haben.
Auch die Appetizer sahen sehr exotisch aus und nach den Alkohol-Exzessen der letzten Tage wollte ich meinem Magen mal eine Ruhe-Pause gönnen, deshalb habe ich nur so etwas komisches, knall-grünes probiert, das sich vom Geschmack her auch prompt als irgendein See-Obst/-Gemüse/-Wasauchimmer rausstellte. *yuck* Ich habs an diesem Abend dann mit dem Essens-Experimenten grösstenteils sein gelassen.
Im Sukiyaki-Topf wird zuerst mal die erste Runde Fleisch und Gemüse angebraten und danach werden die Sosse und Wasser reingekippt. Danach kommen die weiteren Zutaten dazu, wie Nudel-Bällchen, Tofu, Reis-Cake, japanische Pilze (endlich mal Pilze die mir schmecken; sehen übrigens aus wie Magic Mushrooms, haben aber keine psychedelische Wirkung), komisches Grünzeug (keine Ahnung was das war, war auf jeden Fall war es extrem zäh), Zwiebeln und noch ein paar andere Dinge.
Man fängt dann mal an zu essen, nimmt worauf man gerade Lust hat und füllt den Topf immer mal wieder mit frischen Zutaten und insbesondere Fleisch. Das Fleisch sieht übrigens selbst roh extrem lecker aus und ist schön mit Fett gesprenkelt (siehe auf den Fotos). Mir wurde dann auch bald klar, wozu das rohe Ei da ist. Man packt das gekochte/gebratene Fleisch in das verquirlte Ei und ist dies dann so. Ich habe aber meinem Magen zuliebe darauf verzichtet und das Fleisch halt einfach so gegessen.
Ich glaube danach sind wir noch in den McD gegangen (oder war's ein Tag vorher? - bei all den Eindrücken hier sollte man das Blog-Schreiben täglich erledigen, sonst kriegt man ein Durcheinander). Auf jeden Fall gibt es hier McTeriyaki Burger, mit einer ultra-mega-extremely-leckeren Sosse :)
Danach haben wir uns wieder mal in der Shinjuku Station verlaufen, aber am Schluss doch noch rechtzeitig die U-Bahn zum Stadtteil Roppongi erwischt. Selbst am Wochenende fährt die letzte U-Bahn hier um halb Eins, das finde ich irgendwie untypisch für eine so grosse Stadt. In Roppongi sind wir dann ins Muse. Das ist so eine Mischung zwischen Bar und Disco, recht verwinkelt und stylish eingerichtet. Es hat auch immer mal wieder einen Neben-Raum, wo man Darts, Billard oder Ping-Pong/Tischtennis spielen oder einfach nur chillen kann. Der Ausländer-Anteil - also ich meine damit jetzt Nicht-Japaner/-Asiaten ;) - war recht hoch, wobei das wohl am Stadtteil liegt, den Roppongi scheint das internationale Vergnügungs-Viertel zu sein. Wohl auch darum zählt es als der unsicherste Stadtteil von Tokio, wobei für unsere Verhältnisse (Basel Steinen an einem Samstag abend) macht es immer noch einen sicheren Eindruck.
Wir sind dort geblieben, bis der Laden dicht gemacht hat, ich glaube (sorry, aber ich war echt betrunken %), das war so um 5 Uhr morgens. Danach sind wir im McD noch etwas essen gegangen. (Genau vor der Türe des McD durften wir übrigens wieder mal das "Massagi?"-Angebot einer netten Dame ablehnen. *lol*) Im McD haben die dort um diese Zeit nur entweder diese grässlichen Frühstücks-Burger oder McHotDogs im Angebot, so dass ich halt zwei McHotDogs verdrückt habe. Mit dem Taxi gings dann zurück ins Hotel, wobei wir auf dem Rückweg aus irgendeinen Grund %) die ganze Zeit über den FC Basel diskutiert haben.
Tokio - Woche 1 - Freitag
Am Freitag haben wir ausgepennt (ich bis um 16 Uhr ;) und abends um 17.30 eine Kollegin von Mario an der Shinjuku Station getroffen. Sie kommt ursprünglich aus Südkorea und arbeitet in der Overseas-Abteilung einer japanischen Firma. Wir sind mit ihr dann nach Koreantown - das ist wie wir festgestellt haben ganz in der Nähe unseres Hotels - in ein koreanisches Restaurant gegangen. Dort musste ich auch zum ersten Mal im Restaurant meine Schuhe ausziehen. Man sitzt dort aber nicht im Schneidersitz einfach so am Boden, sondern der Tisch ist quasi im Boden "versenkt", so dass es vom Sitzgefühl her wie eine Bank ohne Lehne ist und man unter dem Tisch genug Platz für die Beine hat.
Leider hatte ich noch nicht wirklich Hunger, für mich war es ja quasi das Frühstück, aber trotzdem wars echt lecker. Die Koreaner scheinen - wie ich auch - Knoblauch zu lieben :) Als der Kellner ein ganzes gekochtes Hühnchen in einer Suppe brachte und es am Tisch auseinandernahm, dachte ich mir dann aber "Ohoh, was kommt jetzt?". Habe es dann doch probiert und es war geschmacklich echt lecker. Mario schwärmt heute noch davon, mein Fall war es aber nicht unbedingt, da das Fleisch teilweise noch am Knochen hing, was ich als Zubereitungsart nicht wirklich mag. Seine Kollegin meinte dann zu mir "Try this, it's really good" und deutete auf eine gelbe Knolle, die in der Suppe schwamm. Als ich mich überwunden hatte, es zu probieren, war ich total überrascht, denn es war ein Marroni! :)
Zum Essen haben wir neben den normalen Getränken noch eine Flasche Shochu bestellt, man könnte sagen, das ist sowas wie japanischer Wodka. Die Flasche ähnelte einer europäischen Bierflasche, getrunken wird es aber aus Shot-Gläsern. Wenn man - wie ich - dazu überredet wird, nach jedem Stück Fleisch einen Schluck zu trinken, fängt der Abend schon mal lustig an %)
Nach dem Essen sind wir weiter in eine koreanische Bar gegangen, haben viel getrunken, geredet und nebenbei lief auch noch das Baseball-Spiel Korea gegen China (oder war es Taiwan?) im TV, wobei die Koreaner glaube ich am Schluss gewonnen haben :) Der Barbesitzer war übrigens ein Studien-Kollege ihres Bruders, so dass unsere Drinks recht alkoholisch gemixt waren für japanische Verhältnisse, das heisst vergleichbar mit europäischen Drinks.
Als sie mitgekriegt hat, dass ich Ende März nach Seoul weiterreise, hat sie prompt einen Bekannten in Seoul angerufen und ihn gefragt, ob er mich dort mal in den Ausgang mitnehmen würde. Ich habe auch noch etwas mit ihm geredet und soll ihn einfach mal anrufen, sobald ich dort bin. Sie meinte noch, ich solle ihn dann erst abends anrufen, denn als Bar-Besitzer sei er eher nachtaktiv. Hehe, das wird sicher lustig in Seoul :)
Zum Thema Nord-/Süd-Korea (Mario meinte, ich dürfe sie ruhig mal fragen) meinte sie nicht wirklich viel, ausser, dass es aus ihrer Sicht noch zu früh für eine Wiedervereinigung sei, der Unterschied zwischen den Ländern sei einfach noch zu gross und sie befürchtet, dass es so ähnlich rauskommt wie in Deutschland, als/seit die Mauer fiel. Sie meinte, dass es in Zukunft aber durchaus irgendwann mal gut rauskommen könnte, wenn man die nordkoreanische Arbeitskraft mit der südkoreanischen Wirtschaftskraft/Technologie-Firmen verbinden könnte.
Ihr Freund ist später auch noch in die Bar gekommen, er kommt aus China und sprach leider nur Chinesisch und Japanisch, so dass Mario den Simultan-Übersetzer machen musste. War aber nicht weiter schlimm, denn wie wir festgestellt haben, arbeitet er auch in der IT (im Mobile Java / J2ME Bereich) und ich glaube IT-ler verstehen sich trotz Sprachbarrieren immer irgendwie. Er hat sich übrigens sehr für das iPhone und die iPhone-Apps interessiert :)
Mario und ich sind danach noch weiter etwas rumgelaufen und per Zufall in einen "Food of the World"-Laden gestolpert. Dort gab es zum Beispiel Gruyére und Emmentaler, echten italienischen Salami, französischen Senf und viele weitere extrem leckere Sachen aus aller Welt. Ich hoffe, wir finden den Laden wieder, denn irgendwie haben wir beide Lust, mal wieder ein Sandwich mit Schweizer Käse und italienischem Salami zu verdrücken. :) Eine internationale Alkohol-Auswahl (Weine, Spirituosen, etc.) hatte es übrigens auch. Aus der Schweiz hatte es Kübler-Absinth, aber eben leider kein Ueli-Bier ;)
Als wir dann noch etwas durch die Stadt treiben liessen, meinte ich plözlich: "Wart mal, die Strasse hier sieht so ähnlich aus wie die aus Google Street View als ich den Plan zu einem Tauch-Shop gesucht habe". Und tatsächlich, ohne diesen Shop gerade zu suchen oder die Adresse zu wissen, haben wir genau den Tauch-Shop den ich im Netz gesehen habe mitten in Tokio gefunden. Natürlich hatte der schon zu, denn es war schon längst nach Mitternacht. Muss dort aber unbedingt nochmal am Tag hingehen. Ist schon lustig, wenn wir was bestimmtes suchen, verlaufen wir uns dauernd; aber wenn wir einfach planlos in der Stadt rumlaufen, finden wir die coolsten Sachen.
Den Abend haben wir dann in gemütlich in einer Bar ausklingen lassen. Den Dart-spielenden Japanern dort hätte ich aber besser nicht zugeschaut, denn mein Darter-Ego hat dadurch schon ein klein wenig gelitten...
Leider hatte ich noch nicht wirklich Hunger, für mich war es ja quasi das Frühstück, aber trotzdem wars echt lecker. Die Koreaner scheinen - wie ich auch - Knoblauch zu lieben :) Als der Kellner ein ganzes gekochtes Hühnchen in einer Suppe brachte und es am Tisch auseinandernahm, dachte ich mir dann aber "Ohoh, was kommt jetzt?". Habe es dann doch probiert und es war geschmacklich echt lecker. Mario schwärmt heute noch davon, mein Fall war es aber nicht unbedingt, da das Fleisch teilweise noch am Knochen hing, was ich als Zubereitungsart nicht wirklich mag. Seine Kollegin meinte dann zu mir "Try this, it's really good" und deutete auf eine gelbe Knolle, die in der Suppe schwamm. Als ich mich überwunden hatte, es zu probieren, war ich total überrascht, denn es war ein Marroni! :)
Zum Essen haben wir neben den normalen Getränken noch eine Flasche Shochu bestellt, man könnte sagen, das ist sowas wie japanischer Wodka. Die Flasche ähnelte einer europäischen Bierflasche, getrunken wird es aber aus Shot-Gläsern. Wenn man - wie ich - dazu überredet wird, nach jedem Stück Fleisch einen Schluck zu trinken, fängt der Abend schon mal lustig an %)
Nach dem Essen sind wir weiter in eine koreanische Bar gegangen, haben viel getrunken, geredet und nebenbei lief auch noch das Baseball-Spiel Korea gegen China (oder war es Taiwan?) im TV, wobei die Koreaner glaube ich am Schluss gewonnen haben :) Der Barbesitzer war übrigens ein Studien-Kollege ihres Bruders, so dass unsere Drinks recht alkoholisch gemixt waren für japanische Verhältnisse, das heisst vergleichbar mit europäischen Drinks.
Als sie mitgekriegt hat, dass ich Ende März nach Seoul weiterreise, hat sie prompt einen Bekannten in Seoul angerufen und ihn gefragt, ob er mich dort mal in den Ausgang mitnehmen würde. Ich habe auch noch etwas mit ihm geredet und soll ihn einfach mal anrufen, sobald ich dort bin. Sie meinte noch, ich solle ihn dann erst abends anrufen, denn als Bar-Besitzer sei er eher nachtaktiv. Hehe, das wird sicher lustig in Seoul :)
Zum Thema Nord-/Süd-Korea (Mario meinte, ich dürfe sie ruhig mal fragen) meinte sie nicht wirklich viel, ausser, dass es aus ihrer Sicht noch zu früh für eine Wiedervereinigung sei, der Unterschied zwischen den Ländern sei einfach noch zu gross und sie befürchtet, dass es so ähnlich rauskommt wie in Deutschland, als/seit die Mauer fiel. Sie meinte, dass es in Zukunft aber durchaus irgendwann mal gut rauskommen könnte, wenn man die nordkoreanische Arbeitskraft mit der südkoreanischen Wirtschaftskraft/Technologie-Firmen verbinden könnte.
Ihr Freund ist später auch noch in die Bar gekommen, er kommt aus China und sprach leider nur Chinesisch und Japanisch, so dass Mario den Simultan-Übersetzer machen musste. War aber nicht weiter schlimm, denn wie wir festgestellt haben, arbeitet er auch in der IT (im Mobile Java / J2ME Bereich) und ich glaube IT-ler verstehen sich trotz Sprachbarrieren immer irgendwie. Er hat sich übrigens sehr für das iPhone und die iPhone-Apps interessiert :)
Mario und ich sind danach noch weiter etwas rumgelaufen und per Zufall in einen "Food of the World"-Laden gestolpert. Dort gab es zum Beispiel Gruyére und Emmentaler, echten italienischen Salami, französischen Senf und viele weitere extrem leckere Sachen aus aller Welt. Ich hoffe, wir finden den Laden wieder, denn irgendwie haben wir beide Lust, mal wieder ein Sandwich mit Schweizer Käse und italienischem Salami zu verdrücken. :) Eine internationale Alkohol-Auswahl (Weine, Spirituosen, etc.) hatte es übrigens auch. Aus der Schweiz hatte es Kübler-Absinth, aber eben leider kein Ueli-Bier ;)
Als wir dann noch etwas durch die Stadt treiben liessen, meinte ich plözlich: "Wart mal, die Strasse hier sieht so ähnlich aus wie die aus Google Street View als ich den Plan zu einem Tauch-Shop gesucht habe". Und tatsächlich, ohne diesen Shop gerade zu suchen oder die Adresse zu wissen, haben wir genau den Tauch-Shop den ich im Netz gesehen habe mitten in Tokio gefunden. Natürlich hatte der schon zu, denn es war schon längst nach Mitternacht. Muss dort aber unbedingt nochmal am Tag hingehen. Ist schon lustig, wenn wir was bestimmtes suchen, verlaufen wir uns dauernd; aber wenn wir einfach planlos in der Stadt rumlaufen, finden wir die coolsten Sachen.
Den Abend haben wir dann in gemütlich in einer Bar ausklingen lassen. Den Dart-spielenden Japanern dort hätte ich aber besser nicht zugeschaut, denn mein Darter-Ego hat dadurch schon ein klein wenig gelitten...
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